
Auf der Temperierrichtlinie muss der Ofen schnell auf die gewünschte Temperatur gelangen und dort konstant bleiben. Wenn die Erwärmung zu langsam voranschreitet, treten Wellenverzerrungen, Spannungen an den Rändern sowie ein Verlust an Festigkeit auf – das zeigt sich sofort in den optischen Tests sowie in der Art und Weise, wie das Glas bricht. Wir haben unsere NIR-Heizmodule so konzipiert, dass diese Unregelmäßigkeiten beseitigt werden.
Was wirklich wichtig ist Im Kern handelt es sich um Near-Infrared-Kristallstrahler mit hoher Emissivität, die so eingestellt sind, dass sie zur Wärmeaufnahme des Glases passen. Die Reaktionszeit ist extrem kurz: Von 0 auf 650 °C in 6 Sekunden, von 0 auf 1200 °C in 12 Sekunden. In der beheizten Zone bleibt die Temperatur bei 650 °C innerhalb von ±2 °C und bei 1200 °C innerhalb von ±4 °C konstant. Die Leistungsdichte liegt zwischen 30 und 60 W/cm² – dadurch wird eine schnelle Erwärmung ohne Verbrennung der Oberfläche erreicht. Die Abmessungen der Heizzonen werden an die Breite und Dicke des Glases angepasst, und die Spannungs- sowie Anschlussbedingungen entsprechen denen der jeweiligen Produktionslinie.
Warum diese Geschwindigkeit wichtig ist Bei der Tempering führt dies zu mehr Prozesszyklen pro Stunde und weniger Wartezeit, bis sich das Glas vollständig erwärmt hat. Beim Biegen sorgt die hohe Homogenität dafür, dass die thermischen Gradienten unter Kontrolle bleiben – dadurch müssen weniger Anpassungen vorgenommen werden. Bei der Laminierung und Trocknung der Beschichtungen bleibt das Ergebnis konstant und kontrollierbar – das bedeutet weniger Fehler und eine bessere Haftung der Beschichtungen. Der Energieverbrauch sinkt, da die Module nur dann arbeiten, wenn sie benötigt werden, und außerdem schnell abkühlen. Da die Lebensdauer der Strahler über 5.000 Stunden beträgt, werden Austauscharbeiten sowie die damit verbundenen Stillstände reduziert.
Einige praktische Hinweise vor dem Einsatz NIR-Heizer erhitzen das Glas direkt – nicht die Luft. Deshalb sind reflektierende Schutzschirme sowie eine saubere Montage sehr wichtig. Die Ausrichtungstoleranzen sind gering – innerhalb von 2 mm innerhalb der Heizzone. Zudem wird die Vorderseite des Moduls sehr heiß – daher sind Schutzmaßnahmen sowie ausreichender Abstand unerlässlich. Die Einrichtung des Systems ist einfach: Wir prüfen die Emissivität, legen die Leistung für die jeweiligen Zonen fest und passen das System an Ihre Produkte an. Danach kann der Prozess ohne Vermutungen gesteuert werden.