
In der Glasherstellungsanlage öffnet sich die Ofentür und die Uhr beginnt zu ticken. Wenn die Oberflächentemperatur nicht den vorgegebenen Wert erreicht, wird das Ausrichten der Glasplatten zu einem Ratespiel. Wenn die Ränder des Glases langsamer erwärmen, treten bei der Überprüfung Wärmebrüche auf. Hochleistungs-IR-Heizungen sind die praktische Lösung, um in jedem Zyklus die gewünschte Temperatur zu erreichen – ohne dass man ständig nachjustieren muss.
Wichtig ist dabei eine kontrollierbare Temperatur. Unsere hochleistungs-IR-Heizungen erreichen eine Leistung von bis zu 60 kW/m² an der Strahlungsfläche. Sie können außerdem innerhalb von 2 ms auf Änderungen der Leistung reagieren. Über die gesamte Breite des Glases hinweg beträgt die Temperaturgleichmäßigkeit bei 680 °C ±2 °C. Die Temperatur steigt somit in weniger als 6 Sekunden von der Umgebungstemperatur auf die Betriebstemperatur an. Die Quarzkapsel erreicht eine Temperatur von 900 °C – dadurch wird die Wärme direkt ins Glas abgegeben, anstatt Zeit mit der Erwärmung der Luft zu verschwenden. Das Ergebnis sind vorhersagbare Heizzyklen, weniger Ausschuss durch Temperaturunterschiede und weniger Stillstandzeiten für die Justierung der Anlage.
Bei der Herstellung von Glas spielen Zeit und Temperatur eine entscheidende Rolle. Beim Glasherhärten muss die Oberfläche schnell erhitzt werden, damit das Spannungsprofil vor dem Abkühlen festgelegt werden kann. Bei der Vorbereitung für das Beschichten oder Laminieren sorgt dieselbe Hitze dafür, dass Feuchtigkeit und Lösungsmittel verdampfen, ohne dass das Substrat beschädigt wird.
Das führt zu höheren Produktionsgeschwindigkeiten, geringerer Energieverbrauch im Vergleich zu Anlagen mit konventioneller Heizung sowie weniger Schwankungen zwischen den verschiedenen Produktionszyklen. So entstehen mehr qualitativ hochwertige Glasprodukte – und weniger Stillstandzeiten für die Justierung der Anlage.
Eines darf man nicht übersehen: Eine hohe Leistung bedeutet, dass die Montage und Kühlung richtig gestaltet werden müssen. Die Montagefläche muss sauber und reflektierend sein – außerdem müssen die Abstände so gewählt werden, dass es keine Rückstrahlung auf nahegelegene Komponenten gibt. Es gibt wassergekühlte Versionen für kontinuierliche Nutzung bei voller Leistung. Der Heizelement kann einfach in die gängigen OEM-Gehäuse eingebaut werden. Die Versorgungsspannung muss der Leistungskapazität des Heizelements entsprechen – außerdem sollte die Steuerungsstrategie so gewählt werden, dass es keine Überschreitungen der gewünschten Temperaturen gibt.
Wenn diese Grundlagen berücksichtigt werden, fungiert der Heizer als stabile Wärmequelle – anstatt als weiterer Faktor, um den man sich während der Produktion kümmern muss.